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Drei Stimmungsbilder - C Punkt Pforzheim
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Das Theologische Café


Aktuelle theologische Themen, die von namhaften Referent/innen aufgegriffen werden, besprochen bei Kaffee und Kuchen im Theaterfoyer - das macht den Reiz dieser Reihe aus. Ob nun Glaube gesund macht, wie spirituell Herbert Grönemeyer mit postchristlichen Texten sein kann, ob Gott existiert oder doch vielmehr das Böse - hier mischen sich die theologischen Fragen in das Alltagserleben und finden in der Erweiterung des Theologischen Café zum Theologischen Theater-Café ein weiteres Diskussionsforum.Denn das Theater erzählt Geschichten von Menschen, Geschichten davon, dass Menschen hoffen, glauben, erdulden, wirken, erleiden, überwinden - Geschichten also von dem, was Menschen unbedingt angeht. So berühren sich Theater und Theologie. Das Theologische Theatercafé im Rahmen des Theologischen Cafés greift daher Stücke auf, die im Stadttheater Pforzheim gegeben werden und bringt sie zwischen Theologen, Theaterleuten und dem Publikum ins Gespräch.

Das Theologische Café wird veranstaltet von der Ökumenischen Cityseelsorge, dem Bildungszentrum Karlsruhe, der Evangelischen Erwachsenenbildung Pforzheim und dem Theater Pforzheim.

Hier finden Sie interessante Informationen zu unseren Kooperationspartnern:

 

www.eeb-pforzheim-stadt.de
www.bildungszentrum-karlsruhe.de
www.theater-pforzheim.de

 

 

Die nächsten Termine:

4. März 2012 - Theologisches Café

17. Juni 2012 - Theologisches Theatercafé - Borchert, Draußen vor der Tür

 

Themen beim Theologischen Café

Theologisches Thater-Café am 9. Oktober 2011

Gotthold Ephraim Lessing

Nathan der Weise

Eine Veranstaltung zum diözesanen Thema „Interreligiöse Bildung“

Der jüdische Kaufmann Nathan hatte einst seine Familie bei einem Pogrom verloren. Kurz darauf nahm er ein verwaistes Christenbaby liebevoll als seine eigene Tochter Recha auf. Jahre später wird sie von einem jungen Tempelritter aus dem brennenden Haus gerettet. Der wiederum verdankt selbst sein Leben einer unerklärlichen Laune des muslimischen Sultans Saladin, der eben alle anderen Tempelritter in Jerusalem hat köpfen lassen. – So seltsam verwickelt bringt der Dichter und Dramatiker Lessing Vertreter der drei monotheistischen Religionen zusammen, um zu überprüfen, wie Religionen, Vorurteile und Aufklärung miteinander reagieren. Tief muss die Vergangenheit ausgelotet werde, um einen Weg in die Zukunft zu finden. Im philosophischen Zentrum der Geschichte steht die berühmte Ringparabel, die Nathan erfindet, um vor dem Sultan einen Weg für den Wettstreit von Judentum, Christentum und Islam aufzuweisen. Lessings Drama, ein Traum von einer in Frieden vereinten Menschheit – ist angesichts des Kampfs der Religionen und Kulturen in unserer Welt aktueller denn je.

 

 

 

10. Juli 2011, 16.30 Uhr
Theologisches Theater-Café

Samuel Beckett

Warten auf Godot

Tag für Tag warten Wladimir und Estragon auf das Erscheinen des ominösen Herrn Godot. Er kommt niemals, sie warten weiter. Unzählige Deutungen hat das absurde Theaterstück erfahren, weit ist der Bogen zwischen Philosophie, Theologie, Psychologie, Existenzialismus und Clownerie gespannt. Beckett selbst hat jede Deutung abgelehnt, aber in den eigenen Inszenierungen den Humor seiner dramatischen Versuchsanordnung betont. Verdächtig naheliegend bleibt der Gedanke, mit Godot sei Gott gemeint, dessen Manifestation sich entzieht. Nicht nur diese Frage wird theologisch und dramaturgisch zu erörtern sein.

Podium:

Georgia Eilert, Chefdramaturgin, Theater Pforzheim

PRef. Dipl.-Theol. Tobias Gfell, Pforzheim

Dipl.-Theol. Tobias Licht, Karlsruhe

 

 

 

So war das Theologische Theatercafé am 10. April überschrieben:

Friedrich Dürrenmatt

Der Besuch der alten Dame

Belogen, betrogen, geschwängert, verlassen, ausgestoßen, entehrt, verleumdet, verjagt: ihr ist wirklich Böses widerfahren, der 17jährigen Kläri Wäscher. Ihr Geliebter Ill hat ihr das alles angetan, aber auch der ganze Heimatort Güllen wurde an ihr schuldig. Zur Multimilliardärin Claire Zachanassian mutiert kehrt diese Frau wie eine antike Rachegöttin zurück und kauft sich die "Gerechtigkeit", wie sie es versteht, weil sie es kann. Ill wird hingerichtet, die Bürger von Güllen werden korrumpiert und auf ihre erbärmliche Verächtlichkeit verwiesen. Schuld und Rache, Sühne und Selbstjustiz - packende Themen, emotional und menschlich ebenso wie in juristischer, ethischer und theologischer Sicht.

 

Podium:

Georgia Eilert, Chefdramaturgin, Theater Pforzheim

PRef. Dipl.-Theol. Tobias Gfell, Pforzheim

Dipl.-Theol. Tobias Licht, Karlsruhe

Pfrin Ruth Nakatenus, Pforzheim

  

 

 

So war das Theologische Café am 12. Dezember 2010 überschrieben:

12. Dezember 2010
Theologisches Café

Dr. Rainer Hagencord
Kommen Ochs und Esel auch in den Himmel?

Ansätze einer theologischen Zoologie

Die Tiere sind wieder da! Zumindest in Literatur, Philosophie und Ethik. Doch trotz ihrer biblischen Allgegenwart schweigen sich fast alle theologischen Disziplinen über ihr Wesen aus. „Ein Irrtum über die Geschöpfe mündet in ein falsches Wissen über den Schöpfer und führt den Geist des Menschen von Gott fort“ schreibt der hl. Thomas von Aquin und macht deutlich, dass eine falsche Sicht auf  unsere Mitgeschöpfe sowohl eine verfehlte (Schöpfungs-) Theologie als auch eine belanglose Spiritualität nach sich zieht.

Dieser Vortrag mit anschließender Diskussionsmöglichkeit will zu einem Perspektivwechsel einladen, indem aktuelle verhaltensbiologische Aussagen über Denken, Fühlen und Handeln der Tiere mit biblischen Bildern und Gedanken über ihr besonderes Verhältnis zum Schöpfer zusammen gelesen werden. 


Dr. Rainer Hagencord, geb. 1961, Studium der Theologie in Münster und Fribourg (Schweiz), sowie der Biologie und Philosophie in Münster. Leiter des Institutes für theologische Zoologie in Münster.

 

 

So war das Theologische Theater-Café am 14. März 2010 überschrieben:

Faust - Das Böse in uns?

Am 14. März behandelt das Theologische Theatercafé ein brisantes Thema: das Böse. Ist es in uns, ist es die Verführung des Teufels oder ein Gaukelspiel des Intellekts? Im Theater Pforzheim wird derzeit der „Urfaust“ von Goethe gespielt, in dessen Zentrum genau diese Diskussion steht, so wie ein Dichter sie personifiziert dramatisiert. Faust und sein persönlicher Teufel Mephisto zeigen sich in der gleichermaßen dem Werk und der Sprache Goethes verbundenen wie ästhetisch die Theatermittel des 21. Jahrhunderts nutzenden Inszenierung von Jasper Brandis als zwei Seelen in der einen Brust. Unzertrennliche Gefährten sind sie, die miteinander durch gute wie schlechte Zeiten gehen, Machtkämpfe und Konflikte ausfechten und doch nicht einer ohne den anderen sein könnten.

 



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